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Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Das Sealife in Konstanz, direkt am Bodensee.

Fototipps

Wer es schon einmal versucht hat wird wissen: Fotografieren im Aquarium ist eine echte Herausforderung. Dies hat vor allem einen Grund: Das schlechte Licht.

Der Lebensraum der Fische ist auch in freier Wildbahn nicht sehr gut beleuchtet, weil Wasser, selbst in geringen Tiefen, viel Licht schluckt. Das Wasser in Aquarien ist meist nicht so tief und deswegen wird nur sparsam beleuchtet. Das menschliche Auge gewöhnt sich sehr gut daran, der Film oder der Chip in der Kamera leider nicht.

Wichtig ist weiterhin zu wissen, dass Blitzlicht in den meisten Aquarien, so auch im Sealife Konstanz, streng verboten ist. Dies ist keine Schikane sondern extrem sinnvoll, weil viele Tiere äußerst empfindlich darauf reagieren. Dies kann in Extremfällen sogar zu ihrem Verenden führen.

Deswegen gilt: Kameras mit nicht abschaltbarem Blitz sollte man gar nicht erst mitnehmen.

So bleibt nur zu konstatieren: Fotografie im Aquarium (ohne zusätzliche Hilfsmittel) bringt jede Fotoausrüstung an ihre Grenzen.

Aus unserer Erfahrung heraus können wir euch folgende Grundsätze empfehlen:

  • Möglichst lichtstarke Objektive wählen.
  • Immer die kleinst möglichen Verschlusszeiten wählen (bzw. die Automatik entsprechend einstellen).
  • Stative helfen wenig, weil sie zwar die Kamera ruhig stellen, nicht aber den Fisch :-). Allenfalls kann man ein "Einbein" einsetzen, das es erlaubt, den Fischen zu folgen, aber die Eigenbewegung der Kamera bremst.
  • Bildstabilisatoren an Objektiv oder Kamera sind hilfreich, bei zu langer Belichtungszeit helfen sie aber auch nicht.
  • Fische im Vorbeischwimmen fotografieren, indem man die Kamera mit ihnen mitbewegt. Dadurch erscheint der Körper scharf, die Umgebung (Bewegungs-) unscharf.
  • Die Eigenbewegungen des Körpers kann man etwas reduzieren, indem man kurz vor der Aufnahme kräftig einatmtet und dann den Atem anhält bis das Bild gemacht worden ist.
  • Die große Brennweite getrost zu Hause lassen. Einerseits sind Wackler bei vollem Zoom viel deutlicher sichtbar, andererseits wird durch das Glas des Aquariums und das Wasser das Bild immer unschärfer, je näher gezoomt wird.
  • Sehr viele Fotos machen. Dadurch hat man hinterher mehr Auswahl und kann wirklich nur sehr gute Bilder für die Sammlung auswählen.
  • Digitalkameras erhöhen oft automatisch die Lichtempfindlichkeit. ISO Zahlen von 12.800 sind heute keine Seltenheit. Allerdings ist das Bild dann so verrauscht, dass es nicht scharf wird. Je kompakter die Kamera, umso größer dieser Effekt. Deswegen sind Spieglreflexkameras hier klar im Vorteil.
  • Eine Digitalkamera lässt eine Sofortkontrolle der Bilder zu. Ist man nicht zufrieden, kann man gleich noch einmal probieren.

Unsere Fotos im Sealife Konstanz (rechts ein paar Beispiele) sind mit einer Spiegelreflex - Digitalkamera Canon EOS 60D und einer Bridgekamera Panasonic Lumix-FZ100 gemacht worden. Beide Kameras haben eine ISO Automatik verwendet, das Objektiv an der Canon 60D war ein EFS 18-200 mm Zoom mit Bildstabilisator.

Damit haben wir Verschlusszeiten von ca. 1/4 bis 1/30 s erreicht, womit es zwar schwierig aber doch möglich war, aus dem Handgelenk zu fotografieren.

  • Stand des Berichtes: Februar 2011
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