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Wall der Tempelanlage

Freilichtmuseum Groß Raden

Zwischen 1973 und 1980 wurde in einer Niederung bei Groß Raden nahe Sternberg eine altslawische Siedlung ausgegraben. Heute ist die Ausgrabung Bestandteil eines Freilichtmuseums und kann besichtigt werden.

Ich war dort lange nicht, deswegen war es klar, dass wir auch Groß Raden in unsere Tourenliste aufnahmen.

Das Museum besteht aus der Freilichtfläche und einer ständigen Ausstellung, die während unseres Aufenthaltes (Mai 2003) aber leider wegen Renovierung geschlossen war.

Das Freilichtgelände umfasst die gesamte Ausgrabungsfläche. Man hat viele Häuser, einen Bohlenweg und schließlich sogar die große und schon von weitem sichtbare Tempelanlage rekonstruiert.

Dabei wurden Techniken eingesetzt, wie sie auch damals üblich waren. So wurden zum Bau der Häuser beispielsweise keine Nägel eingesetzt.

Es wurden zwei Siedlungsphasen nachgewiesen. Eine erste im 9. und eine zweite im 10. Jahrhundert.

Während in der ersten Siedlungsphase Flechtwandhäuser gebaut wurden, waren es in der zweiten Blockhäuser. Der Wall entstand ebenfalls in der zweiten Siedlungsphase.

Der ersten Siedlungsphase wurde ein kleinerer Tempelbau zugeordnet, der während der zweiten Phase offenbar nicht mehr bestand.

Die Nachbauten verraten viel von den Lebensumständen der Menschen damals. Man findet ein Mahlhaus mit Handmühle, eine Schmiede oder eine Bäckerei. Wer will kann selbst einmal das Mahlen von Getreide oder das Backen probieren.

Am Rande des Weges zur Tempelanlage findet man einen original Einbaum im Wasser, denn an der Luft würde er in kürzester Zeit verfallen.

Wohl nicht nur wegen diesem Fund wurden auch slawische Boote nachgebaut.

Kurz: Sehr lehrreich und, wie wir finden, hochgradig interessant. Nur die Elche im Elchgehege haben wir persönlich nicht gesehen.

  • Stand des Berichtes: Juni 2003
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