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Binic - Einst Fischerdorf heute Seebad.

Binic

Typisch Bretagne: Bei Wolken gestartet, gibt es schon erste Wolkenlücken, als wir in Binic ankommen. Später wird es noch richtig schön.

Binic ist ein alter Fischerort mit großem Hafen. Wer aber noch deutliche Spuren davon im Stadtbild erwartet, wird enttäuscht. Zu sehr überwiegt der Anteil der Touristen, zumindest in den Sommermonaten.

Wir beginnen unseren Rundgang direkt am Hafen (Achtung: Parkverbot donnerstags wegen Markt!). Aufgrund der Gezeiten liegen viele Häfen bei Ebbe trocken, in Binic wird das Wasser des Flusses Ic, der hier mündet, aufgestaut und so das Leerlaufen verhindert.

Nur während der kurzen Zeit der Flut kann für ca. 45 Minuten das Hafentor geöffnet werden und ein Ein- und Auslaufen ist möglich. An einigen Tagen, wenn die Flut nicht hoch genug aufläuft, kann das Tor gar nicht geöffnet werden, dann können Schiffe den Hafen weder verlassen noch anlaufen.

Wann das ist, kann man im Hafenamt an der Ein- bzw. Ausfahrt erfahren.

Auf diese Weise können auch größere Schiffe hier anlegen, die nicht trocken liegen können. Entsprechend gut besucht ist der Hafen auch an diesem Sommertag im August 2007. Vor allem Sportboote sieht man hier, vom kleinen Segelboot bis zum großen Katamaran.

Vor dem eigentlichen Hafen gibt es noch ein Hafenbecken, das nicht durch die Flutschleuse abgeschottet ist. Dieser Teil kann bei Ebbe trocken liegen, ist dafür aber längere Zeit befahrbar. Da die Boote jetzt bei Flut mitten im Wasser liegen, haben wir uns immer gefragt, wie die Leute dann da rauf kommen. Schließlich werden sie nicht bei Ebbe hin laufen und warten ;-)

Dafür stehen am Hafen kleine "Badewannen" bereit, mit denen man sich zum Boot hinbewegen kann. Dort wird dann die Nussschale anstelle des Bootes vertäut, so kommt man nach dem Törn wieder zurück.

Die Mole von Binic ziert ein kleiner Leuchtturm. Hier sehen wir viele Angler, die ihr Glück hier versuchen. Verwendet werden sehr unterschiedliche Konstruktionen: Typische Naturködermontagen mit Wattwümern oder Tintenfischteilen genauso wie Herings- oder Makrelenpaternoster. Makrele könnte vielleicht funktionieren, aber die Angler hier werfen die Paternoster aus und lassen sie einfach liegen. Kann mir nicht vorstellen, dass die so fangen, denn die wollen bewegt werden.

So sahen wir auch nur einen Jungen einen Fisch fangen: Eine Dorade mit einem Wattwurm, was uns dann doch verblüfft hat, denn diese Fische kennen wir nur aus dem Mittelmeer. Andererseits: Warum sollten die nicht auch hier vorkommen?

Zur Sommerferienzeit beherbergt Binic bis zu 10.000 Menschen. Die halten sich in großer Zahl an den sehr schönen Stränden auf, die teilweise auch bewacht sind. Es gibt dort Kinderprogramm, Meerwasserbecken, ein Planschbecken und vieles mehr.

Und natürlich jede Menge Unterhaltung. Die Strände sind sicherlich toll, aber zum Baden hierher zu fahren lohnt sich wohl nicht. Wer sowieso hier logiert, für den ist es sicherlich o.k.

Der alte Ortskern ist nicht sehr groß. Außer an der Strandpromenade gibt es die alten Kais (Quai). Hier und in den Parallelstraßen findet das (Touristen) Leben statt. Man findet Restaurants, Cafés und Crêperien. Wir empfehlen dafür in der Tat, die Straße in der zweiten Reihe zu suchen. Hier hat man zwar nicht den Blick auf den Hafen, dafür ist es gleich viel ruhiger. Und malerische Ecken gibt es erst recht.

Auch wir lassen uns in einer Crêperie nieder und gönnen uns einen Crêpe mit Konfitüre – sehr lecker!

Unser Fazit: Sehr wohl einen Ausflug wert, vielleicht sollte man aber das beste Wetter und die absolute Hochsaison meiden, wenn man kann.

  • Stand des Berichtes: August 2007
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