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Segelfahrt mit dem Traditionssegler "Eulalie"

Fahrt mit dem Traditionssegler "Eulalie"

Was auch immer ihr vorhabt, hier ist noch was, was ihr nicht verpassen solltet.

Nehmt euch einen Tag Zeit auf einem traditionellen Segelschiff zu fahren. Es gibt mehrere solcher Angebote in Paimpol und Umgebung. Wir haben uns für "Eulalie" entschieden und es in keinster Weise bereut.

Das Boot ist gut ausgebucht, deswegen gibt es einen Termin in unserem Falle erst eine Woche später. Da weiß man natürlich noch nicht genau, wie das Wetter wird, aber so ist das eben.

Als wir dann zu unserer Fahrt antreten, ist es stark bewölkt und es weht ein kräftiger Wind. Bestes Segelwetter also.

Dominique, der Skipper begrüßt uns freundlich an Bord. Außer uns sind noch eine Familie mit Kind und zwei junge Frauen mit an Bord.

Vor dem Ablegen heißt es aber erst einmal tüchtig mit Hand anlegen. Die Segel werden wegen des frischen Windes gerafft, also nicht mit voller Segelfläche verwendet.

Alle rollen, die einen mit perfektem Seglerknoten, die anderen eher nicht, aber das lernen die auch noch. Die Fahrt beginnt ruhig mit Motor, denn der Wind reicht im Hafen noch nicht zum Segeln aus.

Die Fahrt geht von Lézardrieux den Fluss Trieux hinunter bis zur Ile Bréhat.

Welche Kraft die Natur entwickelt wird deutlich, wenn man die beiden Boote sieht, die der Wind über Nacht "zusammen getrieben" hat. Eine hatte sich aus seiner Verankerung gerissen. Ein Glück, dass "Eulalie" nicht beteiligt war.

Kurz bevor wir die offene See erreichten, ließen wir einen Korb für Krebse ins Wasser, den wir dann auf der Rückfahrt wieder mitnehmen wollten.

Die Segel wurden gesetzt und die Fahrt ging jetzt richtig los, raus aufs Meer. Die Wellen waren deutlich zu spüren und allen an Bord machte es unheimlich Spaß. Der kleine Junge, der mit an Bord war, verkroch sich jedoch unter Deck. Ihm war es wohl etwas unangenehm geworden.

Da wir noch nie auf einem Segelboot unterwegs gewesen sind, genossen wir es immer mehr und gewöhnten uns auch an das mal Auf und Ab des Schiffes. Dominique hatte alles unter Kontrolle. Jeder, der mochte, dufte mal ans Ruder unter Anweisung des Skippers.

Weiter ging die Fahrt aufs offene Meer und die Wellen zeigten uns den Weg dort hin. Es wurde richtig turbulent, jeder wurde mal mehr oder weniger nass und so drehte unser Skipper dann nach einiger Zeit auch wieder um und steuerte die sog. Pique-nique Area vor Ile de Brehat an, wo wir vor Anker gingen, geradewegs in einen tüchtigen Regenschauer, aber das machte allen nichts aus.

Dominique meinte dann so zu uns: Wir hätten im August diesen Segeltörn machen sollen und nicht im November :-) (Anm.: Es ist August.).

Unsere Mittagspause bestand darin, dass jeder genüsslich in sein mitgebrachtes Mittagessen, nein "pique-nique" biss, den interessanten Erklärungen Dominiques lauschte oder abwechselnd die Möwen fütterte und fotografierte.

Mit gefülltem Magen, Erzählungen über dies und das ging es dann an die Rückfahrt.

Bevor wir unseren Fang einholten, sahen wir noch ein Motorboot, das der Sturm an die Felsen geklatscht hatte, einfach so. Man sollte also die Naturgewalten nie unterschätzen.

Unser Fang bestand aus 6 Seespinnen, vier kleine, die wieder ins Meer durften, da sie keine 12 cm groß waren, das ist das vorgeschriebene Mindestmaß. Die anderen beiden wurden mitgenommen und später an diejenigen verteilt, die sie wollten. Wir waren auch dabei und sie hat lecker geschmeckt.

An Bord herrschte die ganze Zeit über sehr gute Stimmung, es wurde viel gelacht, an den Segeln gezogen und gezerrt oder besser an den Seilen dafür und alle hatten ihren Spaß. Wir haben wieder viel gelernt und erfahren, aber manches wussten wir auch schon vorher, so z.B., warum die Möwen einen roten Punkt am Schnabel haben.

Fazit: Auf der Eulalie fühlt man sich wohl, ist einer von der Crew und sieht und erfährt viel. Unbedingt diese Fahrt machen. Uns hat es einen riesigen Spaß gemacht und wir sind auch nicht seekrank geworden.

Weitere Informationen

  • Stand des Berichtes: August 2007
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