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  • Ebbe und Flut in der Bretagne

Die Gezeiten (Ebbe und Flut) in der Bretagne

Dieses Bild zeigt die Wirkung der Gezeiten an der Hafeneinfahrt von Paimpol.


Die Atlantikküste der Bretagne gehört zu den Gebieten mit den stärksten Gezeiten in Europa.

Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut kann hier an der Nordküste bis zu 12 Metern betragen. An einigen Stellen, z.B. am Mt. St. Michel sogar bis zu 14 Metern!

Besonders große Tidenhübe gibt es im Frühjahr und Herbst. Jetzt im Sommer sind die Unterschiede geringer. In der Zeit in der wir da waren, blieb es meist bei 7 bis 8 Metern. Aber es gab auch im August 2007 Tage, an denen der Tidenhub die 10 m erreichte.

Das Wasser strömt dabei nicht die ganze Zeit gleichmäßig ein oder aus. Direkt zum Höhepunkt von Ebbe und Flut steht es sogar still.

Die Gezeiten entstehen im Wesentlichen durch die Anziehungskraft des Mondes. Diese bewirkt, dass sich jeden Tag 2 Flutberge um die Erde bewegen.

Das bedeutet, dass sich ein Ebbe - Ebbe bzw. Flut - Flut Abschnitt über ca. 12 Stunden hinzieht (was nicht ganz stimmt, es ist etwas mehr, weswegen sich die Tiden täglich um 20 bis 30 Minuten "nach hinten" verschieben).

Aber als Faustformel kann man die 12 Stunden gelten lassen und das beduetet auch, dass zwischen Ebbe und Flut je ca. 6 Stunden liegen.

Angenommen, der Tidenhub würde 12m betragen. Dann würde das Wasser in diesen 6 Stunden etwa wie folgt zufließen:

  • Erste Stunde: ca. 1 Meter
  • Zweite Stunde: ca. 2 Meter
  • Dritte Stunde: ca. 3 Meter
  • Vierte Stunde: Wieder 3 Meter
  • Fünfte Stunde: ca. 2 Meter
  • Sechste Stunde: ca. 1 Meter.

Taucher kennen das übrigens und gehen deshalb vor allem um bei Flut oder Ebbe ins Wasser, niemals in der dritten oder vierten Stunde.

Wir wollen keinen streng wissenschaftlichen Vortrag über die Gezeiten halten, deswegen sei, wer mehr wissen will, auf den Link unter diesem Beitrag verwiesen.

Nur ist es halt so, dass der enorme Unterschied im Wasserstand für uns sehr außergewöhnlich war. Und man begegnet seinen Auswirkungen auf Schritt und Tritt:

Sei es, dass die Häfen wie Paimpol oder Binic nur zu bestimmten Zeiten angefahren werden können, dass Schiffe scheinbar fest auf Sand liegen nur um ein paar Stunden später wieder auf den Wellen zu tanzen, sei es dass man zum Baden plötzlich doppelt so weit laufen muss oder wiederum seine Sachen vor der anrückenden Flut in Sicherheit bringen muss.


Weiterführende Informationen: Wikipedia Artikel über die Gezeiten.

  • Stand des Berichtes: DatumBericht
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