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Das Haus zwischen den Felsen bei Le Gouffre.

Le Gouffre - Das Haus zwischen den Felsen

Hier waren wir 2002 schon einmal. Damals allerdings bei schlechtem Wetter. Deswegen wollen wir diesmal bei strahlendem Sonnenschein einen neuen Versuch waren.

Le Gouffre ist vor allem berühmt für das kleine Haus zwischen den Felsen, das als Fotomotiv so manche Postkarte ziert.

Im Gegensatz zum letzten Besuch ist jetzt strahlend blauer Himmel, kein Wölkchen. So können wir das Haus in voller Pracht fotografieren. Mit einem Schönheitsfehler allerdings: Das Haus ist bewohnt und es stehen Autos davor. Man kann eben nicht alles haben.

Und Le Gouffre ist auch mehr als nur das Haus zwischen den Felsen. In erster Linie ist es eine Felsgruppe, die sich seit langer Zeit standhaft dem Atlantik zur Wehr setzt.

Wo sich heute die Landzunge erstreckt, waren frühe zwei kleine Inseln. Auf einer steht jetzt das Haus, eine weitere bildet die Landspitze Le Gouffre.

Die hohe Dünung hat den Raum zwischen den Inseln und dem Festland mit Kiesel und fossilem Material gefüllt. Nur zwei kleine Teiche (Etang) blieben übrig. Einer davon ist auf jedem Bild des Hauses zwischen den Felsen zu sehen.

Westlich läuft der Atlantik in einer sanften sandigen Bucht aus, die bei Flut zum Baden einlädt und bei Ebbe vollkommen trocken liegt.

Besonders lohnend ist der Weg auf die Felsen von Le Gouffre, an einem kleinen Haus mit Imbiss vorbei ;-). Von den hohen Felsen, die auch bei Flut und Dünung noch zu erreichen sind, hat man einen wunderbaren Blick auf den Atlantik.

Ist es bei Flut und Wellengang vor allem die hohe Dünung, ist bei Ebbe die Felslandschaft westlich und südwestlich der Landspitze besonders beeindruckend. Diese erstreckt sich über viele Kilometer und besticht durch bizarre Felsformationen, die überall aus dem Wasser ragen.

Östlich von Le Gouffre sieht man bei auflaufender Flut immer wieder Schnorchler. In dem klaren Wasser und dem felsigen Untergrund ist eine reichhaltige Flora und Fauna zu bestaunen. Ganz ungefährlich ist das aber nicht, denn die Flut drückt mit enormer Kraft und die Felsen sind hart, schroff und scharfkantig.

Auch an Land muss man sich natürlich vorsehen. Bei Wetter wie heute sind die Felsen nur schräg und verkantet, ansonsten aber sicher.
Wenn sie nass sind, sind sie noch dazu rutschig. Und man fällt hier gleich recht tief.

Noch etwas gilt es zu beachten, und wir bitten alle unsere Leser mit gutem Beispiel voran zu gehen: Die Wege zwischen den Felsen sind ausgebaut und mit kleinen Absperrungen versehen. Bitte respektiert diese Absperrungen, sie dienen dazu, der Vegetation die Chance zu geben, sich zu erholen. Das haben noch nicht alle Zeitgenossen verstanden.

Für alle, die es genau wissen wollen, gibt es ein "Maison du Littoral" mit einer kostenlosen Ausstellung. Hier erfährt man alles über die Entstehung von Le Gouffre und anderer geologischer Formationen, z.B. der Sillon de Talbert.

Aber auch Informationen zu Muscheln oder anderes tierisches Strandgut gibt es. Auf jeden Fall einen Blick hinein wert.

Fazit: Auch wenn an schönen Tagen etwas überlaufen, ein wirklich beeindruckendes Ziel in der Bretagne.

  • Stand des Berichtes: August 2007
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