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Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Die Sillon de Talbert ist eine schmale, rund 3 Km lange Landzunge.

Sillon de Talbert

Die Sillon de Talbert ist eine Landzunge bei le Quebo. Ähnlich einer Düne erstreckt sie sich ins Meer. Erinnerungen an Dänemark werden wach. Zunächst mal viel Sand und Riedgras.

Aber das Bild ändert sich schnell. Vor allem nordwestlich der Sillon de Talbert sieht man sehr viele Felsen. In der Ferne fällt ein Leuchtturm auf (Phare les Héaux). Südöstlich erstreckt sich eine ruhige Bucht.

Wir kommen bei Flut an, das Wasser steht sehr nahe am Kamm der Düne.

Sie hat eine Länge von ca. 3,2 Km. Da der Weg sehr steinig oder bei Ebbe bestenfalls sandig ist, sollte man ca. eine Stunde Weg bis zur Spitze einplanen, und natürlich auch wieder zurück.

Wir sind an einem wunderschönen Augusttag am frühen Nachmittag hier. Wir parken unser Auto, wie wir meinen, schon fast außerhalb des akzeptablen Bereichs - nur um am Ende festzustellen, dass noch mindestens drei Autos daneben passten ;-).

Es gibt hier zwei Gaststätten, von denen eine aber heute (Montag) geschlossen hat. Wenn ich hier Wirt wäre, hätte ich im August aber so was von auf und das jeden Tag! Was sich heute so die Landzunge hinauf schlängelte!

Die einzige Gaststätte, die offen hatte, Les Chardon Bleus, war außerdem recht unfreundlich zu uns. Uschi wollte nur mal auf die Toilette und die schickten sie auf das öffentliche Klo, ohne Wasser, obwohl es sicherlich innerhalb der Gaststätte auch eines gibt. Aber das soll wohl nur von zahlenden  Gästen genutzt werden. Nun ja, aber so schnell handelt man sich einen negativen Eintrag bei zusammenaufreisen.de ein ;-).

Der Weg die Sillon de Talbert entlang ist sehr abwechslungsreich. Eben noch durch Sand, führt der Weg in weiten Teilen durch Steine. Die rutschen schon mal weg, wenn man drauf tritt, weswegen der Weg nicht einfach ist.

Während der Flut kann man im Grunde nur auf dem steinigen Kamm der Landzunge entlang laufen. Der Rest ist mit Wasser bedeckt.

Rechts von uns wird in der sanften Bucht gebadet. Eine junge Frau überwindet dafür sogar die Steinpackungen.

Auf halber Strecke ein abgezäuntes Schutzgebiet für Strandläufer. Man soll die Vögel nicht bei ihrer Brut stören, heißt es. Der Zaun führt sogar Strom, bisher haben wir das nur für Weidevieh gesehen.

An der Spitze selbst schließlich treffen verschiedene Strömungen aufeinander. Also auch hier Wellen aus unterschiedlichen Richtungen, fast wie in Skagen (Grenen) in Dänemark.

Unser Tipp: Schuhe aus und mit beiden Füßen in die Wellen stellen! Und dann schließlich nur genießen! Besonders bei so schönem Wetter wie heute ein Genuss!

Von der Spitze hat man einen wunderbaren Blick zum Leuchtturm und zu den vielen kleinen Inseln und Felsen ringsum. Wir beobachten wiederum da Segelschiff aus Paimpol (vermuten wir jedenfalls), wie es sich dem Leuchtturm nähert. Der ist von Land aus nicht zu erreichen. Die Spitze der Sillon de Talbert ist der dem Leuchtturm nächste Punkt von Land aus.

Beim Rückweg an der Südostseite der Landzunge fallen uns die vielen Uferseeschwalben auf, die uns "willkommen" heißen. Möglicherweise wollten die uns nur von ihren Gelegen fernhalten, wir wissen es nicht genau. Auf jeden Fall ist es ein toller Anblick, wenn sie wild schreiend um uns herum fliegen.

Auf dem weiteren Weg wird deutlich, welche Fortschritte die Ebbe schon wieder gemacht hat. Wo vorhin noch geschwommen wurde, ist jetzt einfach nichts mehr, Felsen, die eben noch nur ein wenig aus dem Wasser lugten, präsentieren sich jetzt als der sprichwörtliche Fels in der Brandung.

Eben noch war nur der Weg auf dem Kamm der Düne frei, jetzt kann man auch an der Seite bequemere und sandigere Wege gehen.

Fazit: Ein beeindruckendes Werk der Natur, das man gesehen haben muss. Selbst im August, da man viele Ziele in der Bretagne vielleicht meiden sollte, verläuft sich der Besucheransturm deutlich. Jedenfalls wenn man rechtzeitig da ist ;-).

  • Stand des Berichtes: August 2007
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