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Der Fluss Blavet verschwindet in der Schlucht von Toul Goulic zwischen den Felsen.

Toul Goulic

Ein Abstecher in das Innere der Bretagne soll unseren Urlaub abrunden.

Denn nicht nur die Küste mit ihren schroffen Felsen ist interessant, auch abseits des Meeres gibt es einiges zu entdecken. Und es existieren viele Legenden um Zauberwälder, die man heute noch besuchen kann.

Toul Goulic ist noch relativ unbekannt und das ist vielleicht auch ganz gut so, denn dadurch ist dieser Ort nicht so schrecklich überlaufen.

Toul Goulic ist ein Tal nahe Lanrivain, indem der Fluss Blavet unvermittelt zwischen großen Granitblöcken verschwindet, um einige 100m weiter wieder aufzutauchen.

Wie überall in der Bretagne führt auch in diese abgelegene Gegend eine kleine Straße mit einem Parkplatz. Von dort führt ein Waldweg hinunter.

Aber Vorsicht: Bereits hier besteht absolute Suchtgefahr. Der Weg wird schmaler und schmaler und schlängelt sich immer steiler werdend am Hang entlang, gesäumt von dicken, mit Moos bewachsenen Bäumen. Binnen kürzester Zeit wähnt man sich in einer anderen Welt.

Bereits von Ferne hört man ein Tosen, das sich immer weiter verstärkt, je näher man kommt. Der Fluss stürzt geräuschvoll den Hang hinunter.

Besonders an Tagen wie diesen, an denen es feucht und nass ist vom Regen der letzten Tage führt der Fluss viel Wasser und ist entsprechend gut zu hören.

Unten angekommen muss man den Fluss dennoch zunächst suchen. Die Stelle, an der er zwischen die Felsbrocken schlüpft, liegt nicht so offen, wie wir zunächst dachten. Trotzdem finden wir schließlich eine Position, von der aus man den Fluss noch gut zwischen den Felsen ausmachen kann.

Nach einigen Fotominuten ;-) folgen wir schließlich dem Flusslauf flussab. Und es ist wahr: Nur wenige Meter weiter ist der Fluss nicht mehr zu sehen. Auf den riesigen Granitbrocken im Tal kann man ihn zwar unter sich rauschen hören, aber es ist beim besten Willen kein Wasser zu sehen.

Gerade so, als stände man über einem U-Bahn Schacht.

Wir bleiben an der (flussabwärts gesehen) linken Flussseite. Der Weg wird immer beschwerlicher und enger. An einigen Stellen besteht sogar die Gefahr, zwischen die Felsblöcke zu stürzen, also bitte äußerste Vorsicht walten lassen!

Und plötzlich sehen tief unter uns wieder Wasser. Den Punkt an dem es hervortritt, konnten wir auf unserem Weg leider nicht sehen. Aber vielleicht hat man mehr Glück, wenn man im trockenen Abschnitt die Seite wechselt oder vielleicht sogar einfach direkt dem Flussbett direkt folgt.

Wir hatten nur mit einem kurzen Abstecher gerechnet, mussten aber, wieder am Parkplatz, feststellen, dass mittlerweile fast 1,5 Stunden vergangen waren.

Unser Fazit: Vergesst den Wald von Huelgoat, kommt einfach hier her.

  • Stand des Berichtes: August 2007
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