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Der Dampfzug "La Vapeur du Trieux" verkehrt zwischen Paimpol und Pontrieux.

"La Vapuer Du Trieux" Historischer Dampfzug.

Die Fahrt haben wir am Abend zuvor gebucht (in Paimpol direkt am Bahnhof).

Es gibt verschiedene Angebote. Unsere Tour geht von Paimpol nach Pontrieux, immer an den Ufern des Flusses Trieux entlang. Abfahrt ist 10:15 Uhr, Rückkehr um 15:05 mit drei Stunden Aufenthalt in Pontrieux, um sich die Stadt anzuschauen.

Als wir am Bahnhof ankommen, regnet es. Zum Glück hört es aber bald auf und im Laufe des Tages hat es immer wieder mal schöne Abschnitte. Typisch Bretagne eben.

Der Zug besteht, neben der Lok, aus 6 Waggons. Sie stammen aus unterschiedlichen Zeiten. In der Mitte befinden sich zwei Wagen erster Klasse mit gepolsterten Sitzen aus den 1950er Jahren.

Die jeweils beiden Wagen davor und danach sind mit Holzsitzen ausgestattet und stammen aus derselben Zeit wie die Lok, also aus den 1920er Jahren.

Wir steigen ganz hinten ein, weil wir so hoffen, die Lok in einer Kurve während der Fahrt zu sehen. Das klappt allerdings nicht.

Die Strecke liegt am rechten Flussufer des Trieux (stromab gesehen) und verläuft stromauf. Deswegen sollte man auf der Hinfahrt die rechte Seite bevorzugen, auf der Rückfahrt die linke (jeweils in Fahrtrichtung). Man hat dann immer den besten Blick auf den Fluss.

Der Zug wird von 2 Hostessen begleitet, die im Stile der zwanziger Jahre gekleidet und deswegen gut zu erkennen sind. Die Hostessen selbst entstammen indessen deutlich unseren Tagen ;-).

Während der Fahrt erhält man von ihnen allerlei Informationen über den Zug und die Gegend über einen Lautsprecher in allen Wagen. Allerdings am ausführlichsten in französisch, ein Teil der Informationen auch auf englisch.

So kann man erfahren, wo Napoleon III. geboren wurde, was es mit dem Schloss Roche Jagu auf sich hat, oder dass angeblich ein englischer Pilot einmal die Brücke von Lézardrieux bei Niedrigwasser unterflogen haben soll.

Das Reisegefühl selbst ist natürlich, besonders in der "Holzklasse", nicht zu vergleichen mit dem heutiger Züge, aber darin liegt ja gerade der Reiz. Die älteren Wagen haben übrigens Plattformen, auf denen man sich auch während der Fahrt aufhalten kann. Von hier ist der Eindruck der Fahrstrecke natürlich am ursprünglichsten.

Da zwischen der Hin- und Rückfahrt rund 3 Stunden liegen, fallen uns die Unterschiede im Wasserstand des Triuex besonders auf. Bei der Hinfahrt noch fast voll, ist auf dem Rückweg nur eine schmale Rinne mit Wasser übrig. Kurz vor Pontriuex liegen kleine Schiffe auf trockenem Grund, die vorher noch schwammen. So macht sich der Einfluss des Meeres deutlich bis hierher bemerkbar.

  • Stand des Berichtes: August 2007
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