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Wildpferde bei Dovns Klint auf Langeland.

Wildpferde bei Dovns Klint

Dovns Klint ist der südlichste Punkt Langelands. An der Abbruchkante sieht man, das sich das Meer holt, was es für richtig hält.

Dovns Klint ist zwar nicht so hoch und spektakulär wie Ristinge Klint, aber nichts desto trotz sehenswert. Und das nicht nur wegen der Steilküste.

Das gesamte südliche Langeland ist mit seinen kleinen Seen und der hügligen Heide, besonders im Herbst, eine beliebte Zwischenstation für viele Zugvögel.

Direkt an der Küste bei Dovns Klint liegt das Naturschutzgebiet "Gulstav Mose". Dieses ist eines der Gebiete, in denen man Wildpferde ausgesetzt hat.

Genauer gesagt handelt es sich um Exmoor Ponys, die in Herden frei leben und eigene Hierarchien bilden können. Sie stammen von der Insel Tærø, die zwischen Langeland und Møn liegt. Dort waren sie in den 1960er Jahren von Großbritannien eingeführt worden.

Ihre Aufgabe ist es, die Wiesen abzuweiden und so dafür zu sorgen, das diese nicht zuwuchern. Nur so kann diese wunderbare Landschaft mit ihrer Artenvielfalt erhalten bleiben.

Die Herde lebt in einem eingezäunten Gebiet, das man an einigen Stellen auch betreten darf. Dort sind spezielle Schrägtore aufgestellt. Es ist allerdings nicht gestattet, den Pferden zu nahe zu kommen. 50 Meter Mindestabstand muss man einhalten.

Mehr Informationen dazu findet man im Infoblatt "Südlangeland", das es an den Parkplätzen in speziellen Infokästen kostenlos auch in deutscher Sprache gibt. Dort sind auch Tourenvorschläge für eine Wanderung abgedruckt.

Als wir Richtung Dovns Klint fuhren wussten wir nicht, ob wir die Pferde sehen würden. Das Gebiet ist nicht klein und wenn die Herde gerade an einer uneinsichtigen Stelle ist?

Als wir dann schließlich am Parkplatz ankommen, ist unsere Angst aber schnell verflogen, denn wir haben Glück: Schon von weitem sehen wir ein paar der auffallend braunen Pferdchen.

Zunächst zieht recht weit hinten ein kleiner Teil der Herde vorbei, später kommen auch einige Tiere näher. Eine Stute mit ihrem Fohlen ist dabei, eines der Tiere wagt sich ganz nahe an den Zaun.

Auf unserem weiteren Weg entlang der Steilküste bis zur Gulstav Klint sehen wir die Tiere immer wieder. Aber auch ohne Pferde ist die Südspitze sehenswert.

Obwohl das Wetter heute nicht nur schön ist ;-), genießen wir den Wind, der uns um die Ohren weht, die Blicke aufs Meer oder zurück auf die verspielte Landschaft oder einfach nur die Blumen am Wegesrand.

Fazit: Wenn man schon auf Langeland ist, sollte man unbedingt auch hierher kommen.

Quellen

  • Infoblatt "Südlangeland" des Dänischen Minsiteriums für Umweltschutz
  • Stand des Berichtes: August 2009
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