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König Humbles Grab ist eines der bekanntesten Zeugnisse der Megalithkultur auf Langeland.

Megalithische Gräber auf Langeland

Gräber aus der Jungsteinzeit gibt es viele in Dänemark, aber auf Langeland ist deren Dichte besonders hoch.

Alle paar Kilometer "stolpert" man über ein Schild, das den Weg zu einem Dolmen oder einem Hügelgrab zeigt.

Auch wir haben einige davon besucht und stellen euch einige hier kurz vor.

Ihre Lage könnt ihr auf unserer Karte erkennen.

Dysse bei Bjergby

Dieser Dolmen liegt an der Straße 305 in nördlicher Richtung zwischen Simmerbølle und Timmerbølle links von der Straße. Es gibt am Straßenrand ein kleines Schild "Dysse".

Der Dolmen wird der Bauernsteinzeit zugeordnet, rund 3500 bis 3100 Jahre v. C. Er besteht aus zwei Kammern, einer östlichen und einer westlichen.

Die Steine der westlichen Kammer sind zwar erhalten, stehen aber nicht mehr. Die östliche Kammer hingegen ist noch vollständig erhalten, die Seitensteine stehen noch und von den beiden Decksteinen ist nur einer leicht verrutscht.

Auf diesem sollen sich 12 kleine Schalengruben mit magischer Bedeutung befinden. Wir konnten aber nicht genau erkennen, was damit gemeint war.

Die beiden Kammern befanden sich auf einem aus Erde und Steinen errichteten Hügel, der wahrscheinlich 25 - 30 Meter lang und bis zu 10 Meter breit war. Dieser Hügel ist allerdings fast vollständig verschwunden und nur noch an einer leichten Erhebung im Feld erkennbar.

König Humbles Grab

König Humbles Grab (Kong Humbles grav) liegt auf einem Feld etwas abseits der Ortschaft Humble im Süden Langelands, über einen kleinen Parkplatz in wenigen Fußminuten erreichbar.

Es ist eines der bekanntesten Vorzeitdenkmäler auf Langeland. Es handelt sich um ein sogenanntes Hünengrab und ist fast vollständig erhalten. Es hat nur eine Kammer und eine Ausdehnung von 55 x 9 Metern.

Das Hünengrab besteht aus nur wenigen Steinen und einem großen Deckstein, wohingegen Ganggräber eine größere Kammer mit mehreren Decksteinen hatten und eine Art Gang, über den die Kammer zugänglich war. Vergleiche hierzu auch Hulbjerg Jættestuen.

Faszinierend an König Humbles Grab ist die Lage in einem Feld. Wenn man sich nähert, kommt man über einen kleinen Hügel, sodass man das gesamte Grab überschauen kann.

Der genau rechteckige Hügel ist durch 77 Randsteine eingefasst, die fast alle noch an ihrem ursprünglichen Platz stehen.

König Humbles Grab wurde nie von Archäologen ausgegraben. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts jedoch ließ der Gutsherr Niels Hansen in dem Hügel graben. Man fand dabei etwas, das man für die "Gebeine eines Riesen" hielt, jedoch stellt sich später heraus, dass es sich um die Knochen einer Kuh handelte ;-).

Als 1875 das Grab vom Nationalmuseum kartographiert wurde, fand man auch einige Menschenknochen.

Für uns war ein besonderer Reiz die Nähe des Grabes zur Humble Kirche. Das heidnische Monument und das Symbol christlichen Glaubens bilden schon einen interessanten Gegensatz.

Unser Fazit: Unbedingt in einen Besuchstag einbauen.

Hulbjerg Jættestuen

In der Nähe von Bagenkop im südlichen Teil von Langeland befindet sich dieses Ganggrab.

Es wurde um 3000 v. C. errichtet und bis ca. 1800 v. C. genutzt. Das legen jedenfalls die Skelettfunde nahe, die aus diesem Zeitraum stammen. Ingesamt wurden Skelette und Skelettteile von 36 Erwachsenen und 7 Kindern sowie deren Grabgeschenke gefunden.

Das Grab wurde 1960/61 vom Langelandsmuseum ausgegraben. Noch vor 100 Jahren gab es hier 6 ähnliche Gräber, aber nur dieses ist erhalten geblieben.

Als wir das Grab an einem Abend besuchen, ziehen gerade graue Wolken darüber. Der Grabhügel ist noch erhalten und gut erkennbar. Von ihm aus hat man eine gute Aussicht über die hüglige Umgebung.

In die Grabkammer kann man auch reinkriechen, dafür muss man aber schon eine gewisse "Erdverbundenheit" aufweisen, die uns in gesetzten Jahren etwas abgeht :-).

Fazit: Nicht vorbeifahren.

Quellen

  • Erklärungstafeln an den Gräbern
  • Stand des Berichtes: August 2009
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