zusammenaufreisen.de v2.1

Teilen |

Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Mårup Kirke - nur wenige Meter trennen sie vom Abgrund.

Mårup Kirke

Mårup Kirke wird abgerissen.

Im September 2008 begann die Abtragung der Kirche, um den unkontrollierten Sturz zu verhindern.

Wir erzählen darüber in unserem Bericht über den Abriss von Mårup Kirke.

Den Bericht hier aus dem Jahre 2006 lassen wir unverändert stehen, sozusagen als Denkmal.

Ganz in der Nähe der Rubjerg Knude steht Mårup Kirke. Auch sie hat mit den Naturgewalten zu kämpfen. Wenn auch anders: Was an der Rubjerg Knude zu viel ist, ist hier zu wenig. Die Kirche steht mittlerweile nahe am Abgrund.

In einem Reiseführer habe ich etwas von 12m gelesen. Nun, wir haben das nicht nachgemessen, aber es ist schon wahr, es ist beängstigend wenig.

Die Kirche wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut. In ihr findet sich der romanische Baustil in einer sehr ursprünglichen Form wieder. Bei ihrer Errichtung befand sie sich "weit im Landesinneren", was immer das heisst.

Aus dem Jahr 1793 ist bekannt, dass es noch ca. 450 m Entfernung von der Küste waren. Wenn man die jetzigen 12 m in Relation setzt, würde sie ungefähr 2012 ins Meer stürzen. Mal sehen ;-).

Seit den 1920er Jahren gibt es eine neue Kirche in Lønstrup. Mårup Kirke wird seither nicht mehr genutzt.

Wir finden das Gotteshaus dennoch in ausgesprochen gut erhaltenem Zustand vor. Die Wände sind weiss und leuchten weithin. Der separate Glockenturm ist aus gut saniertem Holz.

Im Inneren wurden Teile der Dekoration aus dem 16. Jahrhundert freigelegt.

Der Friedhof macht einen sonderbaren Eindruck. Teile der Absperrung zur Küstenlinie hin verlaufen mitten durch Gräber. Sicherlich wurden auch schon Gräber die Küste hinuntergespült. Eine merkwürdige Vorstellung. Was macht man dann? Bettet man die Toten um, oder lässt man alles in der Form, in die die Natur das alles gebracht hat?

An der Westseite der Kirche ist ein riesiger Anker zu sehen. Fast größer als die Kirche. Er gehörte zur englischen Fregatte "The Crescent", die im Jahre 1808 vor der Jütländischen Küste sank. Er wurde 1939 geborgen und schmückt seither die Kirche.

Leider gibt es Erklärungen zur Kirche selbst, zumindest bei unserem Besuch, nur auf Dänisch.

Unser Fazit: Besuchen Sie die Kirche, solange sie noch steht ;-). Es wäre wirklich schade, wenn die Kirche eines Tages die Klippe hinunterstürzen würde, ohne sie mit eigenen Augen gesehen zu haben.

Hinweis

Ganz in der Nähe befindet sich Rubjerg Knude, ein Leuchtturm, der auf spektakuläre Weise im Sand versinkt. Beide Ziele können gut zusammen besucht werden.

  • Stand des Berichtes: Juni 2006
  • Aktualität geprüft: August 2008
Teilen |

Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark