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Råbjerg Mile - die dänische Sahara

Wanderdüne Råbjerg Mile

Råbjerg Mile ist Dänemarks größte Wanderdüne. Sie ist ungefähr 2 km² groß, maximal 35 m hoch und rückt jährlich um 8 bis 15 m nach Osten vor.

Ein wenig übertrieben wird sie auch als die "Dänische Sahara" bezeichnet. Aber: Das Aussehen der Düne erinnert durchaus an eine Wüste. Vor allen Dingen wenn man zu ihren Füßen steht und sie nicht überblicken kann. Man hat dann schnell das Gefühl, in einer Wüste zu sein oder auf eine Wüste zu blicken.

Als wir gegen Abend an der Düne ankommen, scheint die Sonne mit letzter Kraft und wirft ein eigentümliches Licht mit langen Schatten in den Sand.

Von der Spitze der Düne aus kann man sowohl auf die Nord- als auch auf die Ostsee blicken.

Im Sand gibt es ganz wunderbare Muster. Und da heute wenig Wind ist, sind die Spuren des Tages nicht verweht.

Man erkennt am Rand der Düne sehr gut ihre Grenze. Man erkennt, wo sie auf ihrem Weg Bäume verschüttet, wie diese sich gegen den Sand stemmen aber schließlich doch aufgeben müssen und eingehen.

Das gesamte Gebiet ist ein Naturschutzgebiet. Die Bewegung der Wanderdüne darf nicht gestört werden. Um das sicherzustellen, wurden sogar untypische Pflanzen beseitigt, die ihr im Wege standen. Wie verschiedene Nadelgehölze, die aus den umliegenden Wäldern auf das Gelände der Düne vorgedrungen waren.

Das Gebiet um die Düne ist auch Brutgebiet für verschiedene Vögel. Besonders stolz ist man darauf, dass Kraniche nach langer Abwesenheit wieder hier aufgetaucht sind, um zu brüten. Kraniche gehören in Dänemark zu den bedrohten Arten und man hofft, dass sie hier wieder heimisch werden.

Die Wanderdüne ist von der Strasse Skagen - Ålbæk aus in wenigen Minuten zu erreichen. Die Zufahrt ist gut ausgeschildert, ein großer Parkplatz ist vorhanden.

Die Düne kann im Prinzip komplett begangen werden. Kinder nutzen die Hänge mitunter zu Rutschwettbewerben, obwohl wir das nicht selbst gesehen haben. Da es keine Wege gibt (wie auch?) gibt es weniger Beschränkungen als sonst in Naturschutzgebieten. Dennoch darf man natürlich keine Pflanzen entfernen oder Tiere stören.

Fazit: Der Weg auf die Düne lohnt sich auf jeden Fall, alleine schon wegen der Aussicht auf zwei Meere.

  • Stand des Berichtes: Juni 2004
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