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Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Der Leuchtturm an der Rubjerg Knude versinkt im Sand.

Die Düne am Leuchtturm Rubjerg Knude

Kurz hinter Løkken ist sie schon zu sehen – die große Wanderdüne Rubjerg Knude hebt sich hell vom Horizont ab, wenn man nach links blickt.

Und der Leuchtturm ragt immer noch aus ihr heraus wie ein Stachel. So ist die Düne unverkennbar.

Wie oft sind wir diesen Weg schon entlang gefahren? Dieses Ziel ist eines derjenigen, das wir bisher am häufigsten besucht haben. Kein Wunder. Verändert es sich doch ständig, es ist eines der dynamischsten Gegenden Dänemarks, heißt es auch.

Die ersten beiden Bilder rechts zeigen die Veränderung von 1992 bis 2013. Einen Abriss der Entwicklung von 1992 bis 2013 findet ihr auf unserer Historie-Seite.

Inzwischen sind die Nebengebäude, die wir 2004 noch fotografiert hatten, abgerissen und nur der Leuchtturm alleine steht noch.

Und eines fällt sofort ins Auge: Seit einigen Jahren wird er regelmäßig neu geweißt. Finanziert wird das übrigens durch Spenden. Die letzte "Weißelaktion" fand im Juni 2013 statt.

Der Parkplatz unmittelbar zu Füßen der Düne ist seit einigen Jahren gesperrt. Er ist bereits in weiten Teilen unter dem Sand begraben. Man parkt jetzt direkt an der Straße und muss die ca. 1.500 Meter zu Fuß gehen. Oder mit einem der Fahrräder fahren, die man dort kostenfrei ausleihen kann. Das ist im Sand aber auch nur ein eingeschränktes Vergnügen ;-).

Unser alter Weg nach oben, links vom Parkplatz, ist weg. man muss jetzt am alten Parkplatz nach rechts gehen, dann kann man entweder gleich links über eine kleine Düne oder weiter geradeaus, direkt auf die hohe Düne rechts vom Turm. Dieser Weg ist allerdings beschwerlicher.

Der Leuchtturm hat im Sand eine richtige „Stromspur“ hinterlassen. Ungefähr als wenn man einen Stock in einen fließenden Bach hält. Vor dem Stock ein „Wall“, dahinter ein lang gestrecktes Tal. Und dieses Jahr, 2013, steht der Turm frei wie nie. Das wird uns von vielen Leuten bestätigt, die den Turm schon seit Jahren kennen.

Seit unserem ersten Besuch im Mai 2004 hat sich besonders die Düne nördlich des Leuchtturms weit vorgeschoben. Dafür hat sie an Höhe verloren.

Auch wenn der Wind schwach ist, bläst er hier oben so kräftig, dass sich Sandfahnen bilden und meist in Richtung Land bewegen.

Die Form der Düne führt dazu, dass sich die Windgeschwindigkeit hier oben verdoppeln kann gegenüber der Umgebung. Deswegen ist hier selten Windstille.

Im Juni 2006 mussten wir schon einmal den Aufstieg wegen starken Windes aufgeben. Aber bei unserem letzten Aufenthalt, im Juni/Juli 2013, gab es einen richtigen Sandsturm, der kilometerlange Sandwolken gen Land schickte. Wir haben Tage später bei einem Waldspaziergang noch Sand auf den Blättern von Bodenpflanzen gefunden. In über einem Kilometer Entfernung!

Dennoch, wenn es möglich ist: Ein Aufstieg auf die Düne lohnt auf jeden Fall. Nicht nur, dass man den Sand besiegt, man bekommt auch eine hervorragende Aussicht auf die Gegend von ihrem weitaus höchsten Punkt. Nicht nur der Blick aufs Meer, auch der Blick über Land ist überragend. Und man bekommt (wieder mal) das Gefühl vermittelt, dass es nicht der Mensch ist, der diese Welt beherrscht.

Bitte beachten: Es gibt auf der Düne fast immer Wind. Überlegt daher gut, ob ihr kleine Kinder mitnehmt. Der meiste Sand fliegt nicht sehr hoch, wenige Dezimeter über dem Boden. Was bei Erwachsenen in der Hüfte landet, kriegen Kinder ins Gesicht. Wer sein Kind dann noch auslacht, wenn es weint, sollte sich mal kurz daneben knien.

Unser Fazit: Vor allem bei schönem Wetter jeden Umweg wert.

Hinweis

Ganz in der Nähe befindet sich Mårup Kirke, eine Kirche, die vom Meer eingeholt wird und mittlerweile fast am Abhang steht. Beide Ziele können gut zusammen besucht werden.

Übrigens...

Dieser Bericht über Rubjerg Knude wurde erstmals am 20.09.2004 veröffentlicht. Er ist seither einer der beliebtesten unserer Seite. Wir sind besonders stolz, dass er auch vom deutschen Wikipedia verlinkt ist.

  • Stand des Berichtes: Juli 2013
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