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Der Kalkbruch in Faxe. Obwohl hier noch Kalk abgebaut wird, darf man ihn betreten.

Faxe Kalkbruch

Der Kalktagebau in Faxe ist Dänemarks größtes "von Menschenhand geschaffenes Loch in der Erde", wie es im Informationsblatt der Naturbehörde heißt. Und in der Tat hat das "Loch" eine Ausdehnung von ca. 1 x 1,3 Km.

Und etwas sehr erstaunliches ist: Man darf diesen noch immer in Betrieb befindlichen Tagebau gerne betreten, wenn auch auf eigene Gefahr. Es gibt einen Wanderweg, an dem auf Tafeln wichtige Abschnitte der Erdgeschichte erklärt sind.

Man darf aber durchaus von dem Weg abweichen und zum Beispiel die Seen bestaunen, die sich in den Löchern gebildet haben.

In diesem Abschnitt darf man auch selbst "Hand anlegen" und im Gestein "rumhauen". Vielleicht findet man ja interessante Fossilien. Passendes Werkzeug erhält man im naheliegenden Museum.

Der Zutritt zu den Gruben ist kostenfrei, es gibt eine Reihe von "Abstiegen" an der Westseite des Kalkbruchs, direkt im Ort Faxe. Man parkt aber am besten am Museum und kann von hier aus die Grube besichtigten.

Wir haben einen sonnigen Tag erwischt und das ist auch wirklich gut so und zu empfehlen. Denn nur so haben die Felsen ihr strahlendes Weiß aufgelegt und entwickeln die Seen ihre tiefblaue bis grünliche Färbung. Diese entsteht durch den weißen Untergrund und die fehlenden Algen im Wasser.

Auf unserem rund zweistündigen Rundgang sehen wir unendlich viel Weiß, unterbrochen vom grauen Fels, wenigen grünen Pflanzen und vor allem viel Wasser. Türkis bis hellblau. Einfach wunderbar.

Der Kalk auf dem man läuft ist übrigens sehr hart, obwohl er krümelig aussieht. Barfuß laufen ist nicht wirklich angenehm. Das setzt sich auch unter Wasser fort. Dennoch gibt es einige Unentwegte, die sich trotzdem in die "Fluten" stürzen. Ob das erlaubt ist, wissen wir allerdings nicht genau.

Die malerische Kulisse wird zwar gelegentlich von herumfahrenden Abraumfahrzeugen unterbrochen, aber die stören nicht wirklich, wenn man genügend Abstand hält.

Autos sind eigentlich verboten, aber es gibt ein paar Ausnahmen. Gerade als wir da sind, wird eine Fotosession für einen neuen Geländewagen abgehalten. Die Kulisse ist sicherlich ideal.

Außerdem begegnet uns ein junger Mann, der offenbar wissenschaftliche Untersuchungen im Kalk macht und dabei sein Auto mitnehmen darf. Beim Wenden setzt er dann auf einem der harten Gesteinshaufen auf und nur ein Jeep der Kalkfirma kann ihn wieder frei ziehen.

Fazit: Wunderbares Ziel, vor allem an einem Tag mit viel Sonne. Keinesfalls verpassen.

Quellen und Links

  • Stand des Berichtes: August 2010
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