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Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Blick vom Vejrhøj auf Nexelø

Vejrhøj

Aussichtspunkte sind in Dänemark nicht so häufig. Und wenn, dann sind sie nicht besonders hoch. So wie dieser hier.

Der Vejrhøj (gespr.: "weerhoi") ist zwar nur 121 Meter hoch, damit aber einer der höchsten Erhebungen auf Seeland. Die dritthöchste, heißt es. Und hier, in der Gegend ist er bestimmt der höchste Berg.

Vejrhøj liegt an der Westküste Seelands, gerade noch in der Gegend Odsherred. Der nächste Ort ist Havnsø. In diesem kleinen Hafen starten die Fähren nach Nexlø und Sejerø.

Die kleinere Insel Nexelø liegt dann auch direkt vor dem Vejrhøj, von hier oben kann man sie quasi in Gänze überblicken. Das sieht man z.B. auf unserem Panoramabild oben.

Im Gegensatz zu vielen anderen Zielen in Dänemark kann man nicht direkt bis an den Aussichtspunkt ranfahren. Ein kleiner Parkplatz ist am Rande der Ortschaft "Vindekilde" ausgeschildert. Von hier aus geht ein, ebenfalls gut ausgeschilderter, Fußweg über ca. 1,5 Km bis auf den "Gipfel" des Vejrhøj.

Der Weg führt durch ein Buchenwäldchen, die Baumkronen spenden Schatten, zwischendurch gibt es immer wieder Ausblicke auf das Kattegat und die Insel Nexelø. Er alleine ist schon ein Erlebnis für sich.

Der Höhenzug ist Bestandteil einer eiszeitlichen Endmoräne. Vor der Trockenlegung des Lammefjords trennte sie diesen vom Kattegat und stellte die einzige Verbindung von Odsherred zum restlichen Seeland her.

Der Ort galt, sicherlich wegen seiner exponierten Lage, schon in früherer Zeit als mystisch. Der oberste Hügel ist ein Hügelgrab aus der Bronzezeit und zwar Seelands höchst gelegenes.

Eine alte Volkssage erzählt übrigens von einem Drachen, der zu Füßen des Vejrhøj sitzt und über drei goldene Eier wacht. Uns ist er nicht aufgefallen ;-).

Bei klarem Wetter kann man von hier oben aus angeblich 27 Kirchen zählen, darunter auch die Domkirche von Roskilde. Darüber hinaus natürlich der Blick nach Nexelø und am Horizont auch Sejerø, Sjællands Odde und angeblich sogar Samsø und, auf der jütländischen Kattegatseite, Djursland.

So weit reicht der Blick heute nicht. Sejerø ist noch gut zu sehen, dann ist aber Schluss. Ehrlich gesagt ist der Blick in die andere Richtung, über Seeland, die Insel auf der wir gerade sind, viel schöner.

Die hüglige Landschaft mit den jetzt im August gelben Flächen von Feldern und grünen kleinen Wäldchen, unterbrochen von einzelnen Gehöften und kleinen Dörfern, den weiß leuchtenden Kirchen und den vielen Windrädern ist ein wahrer Augenschmaus.

Der flache Boden des ehemaligen Lammefjords ist gut zu unterscheiden von den Hügeln, die die letzte Eiszeit vor rund 15.000 Jahren geformt hat.

Und über allem thront ein blauer Himmel mit weißen Wolken und verspricht schönes Wetter. Was will das Urlauberherz mehr?

Fazit: Lohnt ich mehrfach. Nicht auslassen.

Auch das noch...

Dänemark ist wirklich keine Hochburg der Kriminalität. Dennoch ist man auch hier nicht sicher vor Vandalismus und Diebstahl.

Das Auto auf diesem Bild ist nicht unseres. Es steht auf dem Parkplatz am Vejrhøj und gehört deutschen Touristen, die sich gerade auf dem Weg dorthin befinden. Die Scheibe wurde in ihrer Abwesenheit eingeschlagen und eine Tasche wurde geklaut.

Das ist schon schlimm, aber gar nicht das, was uns am meisten geschockt hat.

Gleich nebenan ist ein Haus und dort mäht jemand Rasen. Wir fragen, ob er was gesehen hätte. Der Besitzer verneint. Ob er die Polizei rufen könne? "Ich glaube nicht, dass die kommen" war seine Antwort.

Er ruft trotzdem an, aber wirklich: Sie kommen nicht. Kein Personenschaden, der Fahrer soll sich an seine Versicherung in Deutschland wenden. "Soweit draußen, ausländisches Kennzeichen..." fügt der Hausbesitzer noch erklärend hinzu.

Wir haben dennoch nicht verstanden, warum ein solcher Diebstahl nicht vor Ort aufgenommen wird. Wir denken, so viel sollte einem Land schon ein ausländischer Besucher wert sein, der ja auch eine Menge Geld ins Land bringt.

Quellen und Links

  • Stand des Berichtes: August 2010
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