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Windkraft spielt in Dänemark eine große Rolle.

Windkraft in Dänemark

Wer schon einmal in Dänemark war wird bestätigen können, dass Windräder jeder Größe dort zum Alltag gehören wie wohl in kaum einem anderen Land Europas.

Egal wo man sich gerade befindet, man sieht eigentlich immer irgendwo sich drehende Flügel von Windrädern.

Auch Mogens, der Vermieter unseres Ferienhauses, hat eine eigene Mühle. Sie steht unweit des Ferienhauses zusammen mit 4 anderen auf einem Hügel. Klar, dass wir ihn dazu genau befragt haben. Dieser Beitrag stützt sich weitgehend auf dieses Gespräch.

Die Hinwendung zur Windkraft in Dänemark liegt vor allem daran, dass man schon früh die Abhängigkeit von Öl reduzieren wollte. Denn Öl wird in absehbarer Zeit knapp und weltweit steigt der Energieverbrauch. Vor allem Entwicklungsländer sind davon betroffen. Allein in China steigt er jährlich um 22%. Und Wind gibt es in Dänemark reichlich.

Deswegen wird Windenergie staatlich gefördert. In den ersten 10 Jahren ist die Abnahme der Windenergie zu festen Preisen garantiert. Erst danach wird der Strom zum Marktpreis verkauft.

Heute stammen ca. 20% der Stromenergie in Dänemark aus Windkraft. Das langfristige Ziel sind 50%.

Das klingt sehr schön, hat aber ein paar Haken, die auch in Dänemark zu Kontroversen führen:

  • Windkraft steht nicht kontinuierlich zur Verfügung. "Windpausen" müssen durch Zukauf von Energie aus den Nachbarstaaten überbrückt werden. Möglicherweise handelt es sich dabei auch um Atomstrom, auf den man in Dänemark verzichtet hat.
  • Windräder sind nicht unbedingt ein schöner Anblick.
  • Windräder sind laut (Was wir bei Ostwind durchaus bestätigen können, wobei die Lautstärke am Haus nicht störend ist).

Man versucht dies in Dänemark dadurch zu mildern, dass man spezielle Flächen ausgewiesen hat, in denen Windparks errichtet werden dürfen. Diese müssen eine Mindestentfernung zu bewohntem Gebiet einhalten, deren Entfernung sich nach den örtlichen Gegebenheiten (Bodenprofil, Hauptwindrichtung etc.) richtet.

Andere Flächen sind für Windparks tabu. Zum Beispiel Täler und bestimmte Schutzgebiete.

Außerdem versucht man, nicht mehr viele kleine sondern größere Windräder zu bauen, die effizienter sind.

Eine große Bedeutung wird auch Windparks auf hoher See beigemessen. In Dänemark befinden diese sich in relativer Küstennähe, nämlich ca. 3 Km auf See. Nicht nur dass dort der Wind beständiger weht, man kann auch größere Mühlen mit mehr Leistung bauen, die wirtschaftlicher sind.

  • Stand des Berichtes: Juni 2004
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