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Rock Of Cashel - Der Königssitz von Munster

Rock Of Cashel

Ohne Frage ist der Rock Of Cashel ein nahezu legendäres Ziel, das jeder Irland - Tourist einmal besucht haben sollte. Und in der Tat geht von dem imposanten Kalkfelsen, der sich weithin sichtbar aus der Landschaft erhebt, etwas Imponierendes aus.

Wir nähern uns von Süden und können den Felsen mit den Ruinen schon von weitem sehen. Wer aus Richtung Norden kommt, dem bleibt er zunächst verborgen.

Wir haben den Rock Of Cashel in unsere Rückfahrt eingebunden, besuchen ihn also nach vier Wochen "Einsamkeit" auf der Beara Halbinsel.

Und deswegen hinterläßt er bei uns auch eher gespaltene Gefühle.

Der Ort Cashel liegt direkt an der viel befahrenen N8 von Dublin nach Cork, außerdem verbindet die N74 Cashel mit Tipperary. Ortsumgehung Fehlanzeige, dicke Brummis quälen sich durch die engen Strassen.

Derart gestresst ist der Besuch des Felsens natürlich nicht mehr uneingeschränkt schön. Hinzu kommt, dass die "Segnungen der Zivilisation" in Form von Lärm, Müll und Abgasgestank auch um den Felsen selbst keinen Bogen machen.

Wir haben das große Glück, Ende September hier zu sein. Jetzt hält sich der Ansturm der Touristen noch in Grenzen. Aber es wird deutlich, dass man auf mehr Besucher eingestellt ist und innerhalb der Saison wird man vor lauter Menschen kaum die Ruinen sehen.

Dennoch halten wir die touristische Vermarktung des Rock Of Cashel für nicht so gravierend wie wir das öfter in Frankreich erlebt haben, beispielsweise am Mont St. Michel.

Verblüffend war zum Beispiel, dass wir direkt im Rock Of Cashel keine Broschüren o.ä. bekommen konnten, die etwas mehr über seine Geschichte erzählen.

Andererseits wird in einem kleinen Kino ein Film in verschiedenen Sprachen, auch in Deutsch, gezeigt und kleine Infotafeln überall auf dem Gelände ergänzen die Informationen.

Unser Rat: Außerhalb der Saison kommen, etwas Zeit mitbringen, die gelenkten Touriströme meiden oder einfach vorbeilassen. In der Zeit dazwischen, wenn man endlich die Größe der Bauwerke auf sich wirken lassen oder den Blick über den Friedhof auf die wunderschöne Umgebung genießen kann, in diesen Minuten spürt man den Atem der Geschichte und dann lohnt sich der Besuch auch.

  • Stand des Berichtes: September 2003
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