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Die ehemalige "White Star Line".

Cobh

Cobh ist ein Cork, der Hauptstadt des gleichnamigen Counties, vorgelagerte Hafen. Im Gegensatz zu Cork, das völlig flach ist, liegt Cobh direkt an einem Hang zur Bucht von Cork.

Konsequenterweise gibt es viele steil zum Hafen abfallende Strassen, die immer wieder malerische Winkel aufweisen. Die meisten Touristen kommen jedoch nicht deswegen hierher sondern wegen der meist weniger ruhmreichen Geschichte mit der dieser Ort verbunden ist.

Bis in die 1950er Jahre hinein befand sich hier, auf der Insel "Great Island", der wichtigste Transatlantikhafen Irlands.

Über eine Millionen Aussiedler verließen Irland in Cobh oder Queenstown, wie die Stadt bis zur Irischen Revolution hieß. Deswegen hat der Ort viel Abschiedsschmerz und Tränen aber sicher auch viel Hoffnung gesehen. Im "Queenstown Heritage Center" kann man diese Zeit nacherleben. Wir haben es bei unserem Besuch leider nicht mehr geschafft, diese Ausstellung zu sehen, falls wir je wieder hierher kommen, werden wir das unbedingt nachholen.

Es gibt zwei weitere wichtige geschichtliche Ereignisse, die mit Cobh verbunden sind. Zum Einen war Cobh der letzte Zwischenstopp für die "Titanic".

Das ehemalige Büro der "White Star Line", dem Eigner der "Titanic", ist teilweise rekonstruiert worden und dient heute als Restaurant. Von hier aus schifften sich am 11. April 1912 123 Passagiere auf der Titanic ein. Sie wurden von einem Steg hinter dem Haus, der noch erhalten ist (s. Foto oben), auf die Titanic gebracht. Von ihnen überlebten nur 44.

Zum Anderen war Cobh auch Zielort der "Lusitania", eines Dampfschiffes der "Cunard Line", die am 7. Mai 1915 kurz vor Erreichen der Irischen Küste vom deutschen U-Boot U20 versenkt wurde. Wenngleich die genauen Umstände nie aufgeklärt werden konnten (die schlimmste Zerstörung ging von einer Explosion an Bord aus), bleibt doch unbestriiten, dass 1200 Menschen bei dieser Katastrophe ums Leben kamen.

764 Menschen überlebten das Unglück, nur 298 Tote konnten geborgen werden. An die Opfer dieses Angriffes erinnert heute ein Denkmal im Zentrum von Cobh.

Wir meinen: Unbedingt besuchen und ein bißchen mehr Zeit mitbringen als wir sie bei unserer Visite hatten.

  • Stand des Berichtes: September 2003
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