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Notre-Dame de Paris von der Seine aus gesehen.

Bootsfahrt auf der Seine

Es gibt eine ganze Reihe von Anbietern von Bootsfahrten auf der Seine, dem Fluss von Paris. Der "Batobus" zum Beispiel, ist sogar im Linienverkehr auf der Seine unterwegs. Daneben gibt es unzählige Angebote von touristischen Fahrten oder auch Unterhaltungsfahrten. Jeder kann sich hier das Passende raus suchen.

Wir entscheiden uns für eine etwa einstündige Fahrt mit Führung, beginnend zu Füßen des Eiffelturms bis nach Notre-Dame de Paris und zurück.

Das Wetter ist zwar etwas bewölkt und ziemlich kalt. Dennoch sitzen wir nicht drinnen im Schiff, wo es auch gemütlich warm ist, sondern, ganz im Stil tapferer Starfotografen ;-), denen eine Scheibe im Bild ein Horror ist, begeben wir uns in den kalten Wind und machen unsere Aufnahmen draußen.

Wenngleich wir unsere nette Führerin so nur hören, haben wir doch den Vorteil der Rundumsicht. Und der lohnt sich.

Denn wir kommen an Gebäuden vorbei, die von der Straße aus so gar nicht zu sehen sind, fahren unter zahlreichen Brücken der Seine hindurch und lernen Paris von einer ganz anderen, aber sehr interessanten Seite kennen.

Wir erfahren sehr viel von Paris und seiner Geschichte während dieser einen Stunde. Zum Beispiel, dass die Pariser den Eiffelturm anfangs gar nicht mochten und ihn abreißen wollten.

Oder dass das Soldatenstandbild an der Brücke "Pont de l'Alma" an den Krimfeldzug erinnern soll. Und dass es auch gut geeignet ist, den Wasserstand der Seine abzulesen. Hat die Figur ihre Füße im Wasser, werden die Wege längs der Seine gesperrt, reicht ihr das Wasser bis zu den Schenkeln, ist die Seine nicht mehr schiffbar. Im Jahre 1910 stand der Figur das Wasser sogar bis zum Bart.

Wir fahren auch am ehemaligen Bahnhof d'Orsay vorbei, der 1900 erbaut wurde und nur bis 1939 in Betrieb war. Nachdem das Gebäude zwischenzeitlich als Theater gedient hatte, ist heute hier das "Musée d'Orsay" untergebracht, dass sich vor allem der Kunst des 19. Jahrhunderts widmet.

Von der (tiefer liegenden) Seine aus, wirkt die Kathedrale Notre-Dame noch wuchtiger und noch riesiger. Ihre zwei Türme sind schon von weitem zu sehen. Das Schiff der 1163 begonnen Kirche ist so groß, dass 6000 Menschen darin Platz finden können.

Wir passieren sie an der Südseite, sodass die große Rosette, die das Fenster ziert, in voller Schönheit zu bewundern ist. Sie hat einen Durchmesser von 12 Metern und zählt damit zu den größten in Europa.

Einer der Höhepunkte ist natürlich die Fahrt unter der "Pont Neuf" hindurch. Obwohl sie übersetzt "Neue Brücke" heisst, ist sie doch die älteste von Paris. Sie wurde 1604 unter König Heinrich IV. fertiggestellt. Die in Stein gehauenen Gesichter (jedes ist anders!) sind, so heisst es, Karikaturen seiner Minister.

Darüber hinaus passiert man noch viele nicht ganz so bekannte Sehenswürdigkeiten, wie "La Conciergerie", "Insitut de France" und "Pont Alexandre III.".

Uns hat diese Fahrt auf alle Fälle sehr viel Spaß gemacht. Und wenn man Glück hat, dann singt die nette Touristenführerin auch noch das Lied von der Champs Elysees. Wir sind eben in Paris...

  • Stand des Berichtes: Januar 2004
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