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Silvester in Paris ist ein Strassenfest im besten Wortsinn.

Silvester 2003 in Paris

Wie stellt man sich Silvester in Paris vor? Wenn ihr, wie wir, noch nie zu dieser Zeit in Paris ward, nehmt ihr sicherlich auch an: Irgendwo riesig was los und um Mitternacht Mega Feuerwerk.

Weit gefehlt.

Die Pariser feiern anders. Den Abend verbringt man in Restaurants, Clubs, Theatern oder ähnlichem. Karten dafür sind, wie in Deutschland, knapp und man muss oft monatelang vorher ordern. Und sehr billig ist es auch nicht.

Wer es genau wissen will: An vielen Zeitungskiosken gibt es das "Pariscope", ein Magazin, das alle Veranstaltungen enthält. Übrigens auch im übrigen Jahr ein nützlicher Helfer.

Feuerwerk kennt man hier kaum. Die wenigen Feuerwerkskörper werden, hauptsächlich von Menschen, die diesen Brauch von irgendwoher mitgebracht haben, gezündet.

Statt dessen trifft man sich auf den Strassen, liegt sich in den Armen und feiert einfach mit den Menschen, die man dort trifft. Dazu ruft man möglichst oft und möglichst laut "bonne anné", was dem deutschen "Prosit Neujahr" entspricht.

Wenn man ein Auto hat, ist man verpflichtet, laut hupend durch die Gegend zu fahren, damit niemand den Wechsel auf das neue Jahr verschläft ;-).

Wir haben uns zunächst in unserem gemütlichen Studio ein extrem leckeres (wenn auch mindestens ebenso teures) Abendbrot geleistet. Gegen Mitternacht machten wir uns auf den Weg zum Place de la Bastille, der ca. 10 Gehminuten von unserem Studio entfernt lag.

Gleich nebenan ist die neue Oper und es gibt eine Reihe bekannter Szeneclubs. Somit war wirklich genügend los.

Wir empfanden diese Art des Jahreswechsels als recht angenehm. Die Menschen kamen aufeinander zu, man hat zusammen gefeiert auch wenn man sich gar nicht kannte.

Feuerwerk ist also wirklich nicht immer nötig.

  • Stand des Berichtes: Januar 2004
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