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Panorama über den Loch Awe

Loch Awe

Unser Ferienhaus lag direkt am Loch Awe. Klar, dass dieser See immer wieder unseren Weg kreuzte.

Die Angaben über die Länge des Sees schwanken zwischen 37 Km[1] und 41 Km[2]. Er gilt auf jeden Fall als der längste Süßwassersee Schottlands[2]. Da er aber sehr schmal ist (durchschnittlich 1 Km), ist er mit einer Fläche von 38,5 Km² "nur" Schottlands drittgrößter See.[1]

Aber nicht desto trotz ein sehr schöner. Was er seinen "Brüdern" Loch Ness und Loch Lomond Voraus hat, ist seine Abgeschiedenheit.

Abgesehen von der Nordseite, an der die Straße A85 entlang führt, gibt es nur kleine Sträßchen entlang des Sees. Single Track Roads um genau zu sein. Das sind Straßen, die nur von einem Fahrzeug befahren werden können. Begegnen sich zwei Autos, muss man ausweichen.

Er erstreckt sich ziemlich genau in Nordost -> Südwest Richtung. Er ist aber nicht genau gerade sondern hat mehrere Knicks. Dadurch ist er nirgends in seiner Länge zu überblicken.

Er wird von mehreren Zuflüssen gespeist. Der größte ist River Orchy im Nordosten, der am weitesten Entfernte ein kleiner Bach an der Südwestspitze.

Der Ausfluss liegt an der Nordwestseite. In breitem Strom fließen die Wassermassen von hier aus bis hinunter in den Loch Etive, einen Meeresarm.

Bekannt ist der See auch für die Schlossruine Kilchurn castle.

Unser Ferienhaus liegt in Dalavich, einem kleinen Ort an der Westseite, in etwa in der Mitte des Sees. Hier gibt es die sprichwörtlichen 10 Häuser mit drei Spitzbuben.

In den letzten Jahren sind hier viele Ferienhäuser entstanden. Wenn die alle belegt sind, hat sich dei Einwohnerzahl sicher verfielfacht. Waren sie aber nicht als wir da waren.

Aber immerhin gibt es jetzt hier im Ort neben dem Laden, der gleichzeitig Kneipe und Post ist, auch ein Gemeindezentrum mit Pub. Am See kann man Boote ausleihen, wer Interesse hat, fragt im Laden.

Der See liegt in einer Senke, wird oft genug von hohen Bergen umrahmt. Hier gibt es interessante Wanderwege, man kann ihn aber auch auf einer schmalen Straße komplett umfahren. Mit Auto oder, die sportlichere Variante, mit dem Fahrrad. Und immer wieder gibt es interessante Szenen am Wegesrand.

Sei es eine Telefonzelle neben ein paar Häusern, ein kurioses Schild, eine alte Zapfsäule oder einfach nur das Panorama mit dem Ben Cruachan im Hintergrund. Der hat einen Doppelgipfel, ist 1100 Meter hoch und liegt fast immer in den Wolken.

Oft führt der Weg durch Weidegebiete, da kann es schon mal passieren, dass einen eine Herde Schafe anglotzt.

Mitunter kommen uns auch Laster entgegen: Tanklaster und Holztransporter meist. Dann muss man besonders umsichtig zur Seite fahren und Platz machen. Funkioniert auch sehr gut.

Übrigens: Wenn man an demjenigen vorbei fährt, der Platz gemacht hat, Grüßt man freundlich.

Fazit: Sehr abwechslungsreiche und ziemlich einsame Gegend. Genau das Richtige für Leute, die dem Touristentrouble entkommen wollen.

  • Stand des Berichtes: August 2011
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