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Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Der Skulpturenpark "Beelden uit Zee" mit Blick auf West Terschelling.

Beelden uit Zee (Skulpturen aus dem Meer)

Die "Beelden uit Zee" zu deutsch etwa "Skulpturen aus dem Meer" sind 6 Skulpturen aus Granit, die sich an der Südseite der Insel, am Deich zum Wattenmeer, befinden.

Sie sind das Werk der Künstlerin Yaël Artsi. Die ersten der sechs Figuren hat sie während des Oerol Festivals 2003 begonnen, am 6. September 2006 erfolgte die feierliche Enthüllung.

Die Besonderheit, die auch den ungewöhnlichen Namen erklärt: Alle Skulpturen sind aus Granitblöcken gefertigt worden, die 1903 mit dem Frachter "de Otto" gesunken sind. Der Kapitän und sein Steuermann kamen dabei ums Leben, weitere 19 Menschen an Bord konnten gerettet werden.

Die Granitblöcke stammten aus der Region um den "Iddefjord" an der Grenze zwischen Norwegen und Dänemark.

Nach 100 Jahren wurden sie 2003 wieder gehoben und dienten der Künstlerin als Material.

Alle Skulpturen sind in einem Kreis aufgestellt, was man allerdings nicht sofort bemerkt, wenn man zwischen ihnen hin und her läuft.

Eine Tafel informiert auch über ihre Namen und Höhen.

Eine heißt z.B. "Segel". Da verstehen wir den Namen sogar. Bei den anderen tun wir uns zugegebenermaßen etwas schwerer.

Dennoch ist der Eindruck der Skulpturen an diesem ungewöhnlichen Ort, ähnlich einem modernen Steinkreis, sehr intensiv.

Es gibt immer wieder interessante Blicke zwischen den Kunstwerken hindurch oder an ihnen vorbei zu anderen Skulpturen oder auch einfach zur Landschaft am Wattenmeer.

Optische Täschung

Es ist bewiesen. Wer mit offenen Augen durchs Leben geht, wird immer wieder etwas entdecken ;-).

Zwischen den beiden Stelen der Skulptur "Eilanders" ist ein Spalt durch den hindurch man in Richtung West Terschelling mit dem Leuchtturm schauen kann.

Beim Versuch, diesen Blick zu fotografieren fiel uns etwas auf: Stellt euch in einer gewissen Entfernung von der Skulptur hin, so dass ihr den Leuchtturm durch den Spalt hindurch sehen könnt. Die Entfernung sollte so bemessen sein, dass der Leuchtturm den Spalt nahezu ausfüllt.

Jetzt geht ein paar Schritte auf die Skulptur zu. Wird der Leuchtturm größer oder kleiner?

Man würde erwarten, dass er größer wird, weil man sich ja auf ihn zu bewegt. Er wird aber kleiner.

Wir meinen, das liegt daran, dass die Stelen dem Gehirn als Bezugsgröße dienen. Durch die Bewegung auf sie zu werden sie unverhältnismäßig größer gegenüber dem viel weiter entfernten Leuchtturm und das Gehirn interpretiert das zu "kleiner".

Das funktioniert sogar auf Fotos, wenn diese mit der gleichen Brennweite aufgenommen wurden.

Wir wissen nicht genau, ob dieser Effekt beabsichtigt war, aber die Suche nach solchen Dingen macht den Umgang mit Kunst eben spannend.

  • Stand des Berichtes: Januar 2008
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