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Bei einer unserer Radtouren entdeckt: Badhuiskuil bei West aan Zee.

Radtour durch den Nordwesten von Terschelling

Gar keine Frage: Auf dem Fahrrad kann man Terschelling sehr viel intensiver erleben als mit dem Auto. Klar, dass auch wir uns Fahrräder geliehen haben und damit über die Insel gekreuzt sind.

Das Radwegenetz ist sehr dicht. Nicht nur neben der Hauptstraße oder an den Deichen im Süden kann man entlangfahren, auch durch das Land im Norden zwischen Dünen und bewohnten Flächen führen viele Radwege.

Besonders diese Gegend ist sehr lohnenswert. Sie ist von einer Heidelandschaft geprägt. Die (vor allem jetzt) vorrangig gelb braunen Farben der Vegetation werden vom Grün einzelner Bäume, dem Weiß des Sandes und dem Blau des Wassers und des Himmels durchbrochen.

Ganz im Westen der Insel gibt es auch einige Waldgebiete, vor allem Nadelwaldbestand, hauptsächlich Kiefern und andere Hölzer, die Sandboden gut vertragen.

Wir sind einige Male in dieser Gegend unterwegs gewesen. Die Radwege sind sehr gut ausgeschildert. Beim Fahrradverleih erhält man außerdem eine Radwegekarte gratis.

Langeweile kommt nicht auf. Zu abwechslungsreich ist die Route, die uns von West Terschelling über West aan Zee und Midsland aan Zee nach Midsland und dann nach Formerum führt.

Fährt man eben noch fast auf dem Strand, ist man plötzlich inmitten der Dünen. Kurze Zeit später folgt Wald, aber nur um einige Kilometer weiter wieder Dünen und Heide Platz zu machen.

In den Wiesen befinden sich viele kleine Seen eingelagert, die teils natürlichen Ursprungs sind und teils künstlich entstanden, z.B. durch Torfabbau.

Einer der bekanntesten ist "Badhuiskuil" in der Nähe von West aan Zee.

Er liegt direkt neben einer kleinen Straße, die West aan Zee mit West Terschelling verbindet. Ein kleiner Beobachtungsstand erlaubt einen weiten Blick auf die Umgebung. Nicht nur der kleine See vor uns, der auch ein Vogelparadies ist, sondern genauso die dahinter liegenden Wiesen, die am Horizont durch hohe Dünen abgeschlossen werden.

Diese Stimmung von Farben und den wie Berge wirkenden Dünen im Hintergrund erinnert uns ein wenig an Connemara in Irland, wenngleich die Berge dort etwas größer sind ;-).

Eine Tafel erklärt die Entstehung des Sees und was man hier beobachten kann. Eine kleine Statue ruht sich aus mit Blick auf den See. Wir haben leider nicht herausgefunden, was oder wen sie darstellt, aber vielleicht bezieht sie sich auf Victor Westhoff (1916 - 2001), den Nestor des niederländischen Naturschutzes, wie es auf einer Tafel heißt.

Wir müssen uns leider losreißen und weiter fahren, immerhin wird es langsam dunkel. Dennoch bleiben wir alle paar Meter erneut stehen und schauen oder fotografieren, denn es gibt immer neue Blicke und Motive für Auge und Objektiv.

So radeln wir tapfer weiter, trotzen der Kälte und genießen den Ausflug in eine wunderschöne Landschaft mit ungeahnt vielen Facetten, die sich vor uns auftut.

  • Stand des Berichtes: Januar 2008
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