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Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Am Strand bei Oosterend auf Terschelling.

Strand an der Nordseite von Terschelling

Bereits in Harlingen, beim Warten auf die Fähre, fielen uns riesige Fotos der Dünen auf Terschelling auf. Groß und bizarr geformt, bewachsen mit Strandhafer. Der Kontrast zwischen blauem Himmel und weißem Sand überwältigend.

Ob wir das auch so erleben würden?

Terschellings Strand ist rekordverdächtig: rund 32 Km lang und bis zu einem Kilometer breit (!!). Aber auch an seiner engsten Stelle kommen noch rund 100 m zusammen.

Im Sommer gibt es Cafés direkt am Strand (z.B. das Hard Rock Café bei Oosterend). Jetzt im Winter sind die aber komplett abgebaut, nur ein kleines Podest ist an der Stelle verblieben.

Darüber hinaus finden am Strand auch einige Performances während des Oerol Festivals statt.

Die Breite des Strandes entsteht dadurch, dass das Wasser zum Meer hin sehr flach abfällt. Entsprechend wird das Wasser auch nur langsam tiefer. Der flache, ebene Strand eignet sich daher auch hervorragend für Strandspaziergänge.

Und davon machen wir natürlich gerne Gebrauch. Wir haben während unseres Aufenthaltes den Strand im Grunde an zwei Stellen besucht: Bei Oosterend und bei Nord Midsland.

Die vollen 30 Km abzulaufen ist sicherlich ein sehr ehrgeiziges Vorhaben. Wir konzentrieren uns deshalb auf einige hundert Meter entlang der Strandzugänge.

Man kann aber auch den gesamten Strand, bis zum östlichen Ende, mit einem zum Bus umgebauten LKW oder, sehr viel stilvoller, mit einem Pferdegespann abfahren.

Wir verzichten allerdings lieber darauf und lassen das Meer direkt auf uns wirken.

Schon in Dänemark haben wir immer wieder unsere Füße auf den Strand geschleppt und dort ins Wasser gestellt. Auf letzteres verzichten wir angesichts der Temperaturen hier lieber. Obwohl der flache Strand dazu natürlich hervorragend geeignet wäre.

Statt dessen beobachten wir lieber den Küstennebel, wie er sich von einer Seite her nähert oder die Möwen, wie sie am Wasser stehen und auf den richtigen Moment zur Futtersuche warten.

Oder einen der kleinen Sanderlinge. Die brüten in der Arktis und verbringen den Winter hier auf Terschelling.

Sie flitzen über den Strand, es ist schon fast Sport, mit ihnen auf einer Höhe zu bleiben, um schließlich ein lohnendes Foto machen zu können ;-).

Im Winter steht die Sonne ziemlich tief, was zu einem ganz seltsamen Licht führt. Die Schatten sind lang, was die Erhebungen im Sand besonders plastisch erscheinen lässt. Andererseits ist das Licht fahl, knallige Farben fehlen.

Wir erwischen auch ein paar Tage mit ganz wenig Wind. Das extrem flache Wasser ist jetzt wie ein Spiegel. Ein Spiegel der Welt im fahlen Licht der tief stehenden Sonne. Ein Spiegel, in dem sich Himmel und Wolken, Menschen und Tiere leicht verzerrt, aber doch erkennbar, wiederfinden.

Zum Land hin wird der Strand durch meterhohe Dünen abgeschlossen. Sie bilden wahrscheinlich die höchsten Erhebungen auf Terschelling. Weiter hinten folgen dann Salzwiesen, die mit ihrer braunen Grundfarbe an ein Hochmoor erinnern.

Aber gerade die Dünen sind ein Highlight. Schroff und hoch, mit vielen Farbspielen, mit viel Licht und Schatten wirken sie fast schon unnatürlich.

Wir haben auch einige interessante Fotos gemacht, von denen wir eine Auswahl hier präsentieren.

Unser Fazit: Völlig klar, der Strand von Terschelling ist zu jeder Jahreszeit einer der absoluten Inselhöhepunkte.

  • Stand des Berichtes: Januar 2008
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